Mauro Callegari Sonntag, 5. April 2020 von Mauro Callegari

Die Frage nach der optimalen Ausrüstung wird immer wieder gestellt. Es gibt gefühlt sicher eine Million Antworten und ebenso viele Fragezeichen dazu. Ich beantworte diese Frage gerne relativ einfach und recht pragmatisch.

"Wähle Deine Ausrüstung für die jeweilige Gelegenheit"

Ich mache Dir gerne einige Beispiele Anhand einiger Schwerpunkte:


Wildlife:
Wie der Name schon sagt, draußen in der freien Natur, den Elementen des Wetters ausgesetzt, manchmal weit weg von der Zivilisation und umgeben von wilder Natur. Wildlife Fotografie gehört zur schwierigsten Fotosparte.

Hier brauchst Du die beste Ausrüstung die es gibt. Abgedichtete Body und Objektive, robuste Ausrüstung ohne Wenn und Aber. Genau abgestimmt auf die Tiere, deren Lebensweise und Verhalten.

Bedenke, dass in der freien Wildbahn/Natur, kaum mal "ideale" Lichtverhältnisse herrschen. Objektive mit hoher Lichtleistung sind oft ein Muss.

Dazu gehört aber nicht nur ein guter Body und ein gutes Objektiv, sondern auch weitere Utensilien die je nach Objekt nötig sind. Nicht unterschätzen sollte man das eigene Wohlbefinden.

Eigenschutz, Notapotheke, Verpflegung, Transportmöglichkeiten.

Die ganze Technik rund ums Fotografieren musst Du ebenso beherrschen wie die Fotografie mit deiner Ausrüstung.

In der Wildlife-Fotografie kommst Du und deine Ausrüstung schnell an Grenzen. Deshalb ist nur das Beste gut genug.


Street-Reisefotografie:
Wenn Du Dir aussuchen kannst, wann du unterwegs bist, also wann Du auf Location sein kannst (Tageszeit), dann hast Du schon viel gewonnen. Beispiel: Rom Innenstadt. Am frühen Morgen kurz vor und nach Sonnenaufgang sind die Strassen fast leer. Ideal um Architekturaufnahmen zu erstellen, ohne viele Leute im Bild zu haben.

Die Ausrüstung muss nicht so viel aushalten wie in der Wildlife-Fotografie, da Du z.B. im Regen gar nicht los ziehen musst oder schnell irgendwo unterstehen kannst.

Aber auch hier gilt: "wähle deine Ausrüstung für die jeweilige Gelegenheit". Kannst Du nahe ran, dann gehe immer so nahe ran wie es dir möglich ist. Beachte aber, dass der Abstand zu Menschen immer so groß ist, dass Sie sich nicht gestört fühlen. Sonst lieber mal nachfragen. Bei Menschen und Architektur gelten je nach Land auch rechtliche Bestimmungen die man vorher abklären sollte.

Mach Dir vor deiner Tour schon Gedanken zu den Themen die du fotografieren möchtest und zu den Möglichkeiten die du technisch und praktisch zur Verfügung hast.

Beispiel: was nützt Dir eine Hammer Kamera, wenn der Zoo geschlossen hat?

Oder: was willst Du fotografieren, wenn es von der Location schon eine Million Fotos gibt?

Standortwechsel, Blickwinkel ändern, vielleicht auch mal in die Höhe steigen um sich Überblick zu verschaffen..

..all das und noch mehr solltest Du beachten bevor Du los ziehst.


Reportage-Fotografie:
Die meisten Reportagen lassen sich gut vorbereiten. Der Anlass ist auf ein klares Zeitfenster festgelegt und der Ablauf meist schon im Voraus klar. Die Herausforderung hier liegt meistens im Umstand, sich einen guten Platz zu sichern.
Bei Reportagen in Krisensituationen sieht es dann wieder ganz anders aus. Man muss sich hier auf alles gefasst machen und entsprechend vorbereiten. Ich bevorzuge ein Allroundobjektiv und Halbautomatik.


Übrige Ausrüstung:
Mit der heutigen Technik der Kameras und Objektive sind die Anforderungen an die Computer-Hard- und Software auch entsprechend gestiegen.

Fotos mit 50 - 100 Megapixel oder 4K und 8K Videos bringen die Hardware schnell zum Schwitzen.

Flüssiges Arbeiten mit hohen Auflösungen und vielen Bildern erfordert eine starke Hardware die entsprechend kostet.

Neue Kameras bieten eine extreme Auflösung und sehr schnelle Geschwindigkeit. Dafür sind dann auch spezielle Speicherkarten nötig.

SDXC II und CF-Express Karten kosten ein kleinen Vermögen und lassen die Grundanschaffung eines neuen Systems schnell um einige Hunderter wachsen.

Es braucht auch gute Software um die Fotodaten bearbeiten zu können. Gute Fotoprogramme erleichtern die Bearbeitung grosser Datenmengen kosten aber ebenfalls Geld.



Datensicherung:
All die Daten wollen auch gut gesichert sein und auf relativ schnellen Medien jederzeit bereit stehen.
Mindestens zwei, besser drei externe Festplatten um die Fotos dauerhaft auf verschiedenen Medien aufzubewahren und zu sichern. Eine davon sollte immer extern gelagert werden. Das kostet viel Geld und eine gute Logistik.

Auch an diese Faktoren solltest Du also denken bevor Du neues Material kaufst.

Fazit:
Wie Du sehen kannst, die Frage nach der optimalen Ausrüstung ist von vielen Faktoren abhängig. Eine seriöse und unabhängige Beratung hilft Dir in jedem Fall weiter. Du sparst damit viel Geld durch Vermeidung von Fehlkäufen.
Ich berate Dich für faires Geld gerne persönlich und ausführlich (online oder auch Face to Face).
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